Mobilität in Deutschland

Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des BMVI. Sie wurde aktuell im Jahr 2017 und davor bereits in den Jahren 2002 und 2008 durchgeführt.

Logo der Studie "Mobilität in Deutschland"
© infas GmbH

Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemographie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z. B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Sie dient – gewichtet und hochgerechnet – als Rahmen und Ergänzung für andere Verkehrserhebungen, wie die Verkehrsbefragungen in einzelnen Städten. Sie bietet darüber hinaus aktuelle Datengrundlagen zu wichtigen Einflussgrößen der Mobilität und bildet die Basis für Verkehrsmodelle. Nicht nur für die Verkehrsplanung und Forschung sind Ergebnisse der Studie von Bedeutung, auch für konkrete politische Entscheidungen liefern sie die quantitativen Hintergrundinformationen.

Warum bewegen wir uns, wie lange und womit? Wie zufrieden sind die Menschen in Bayern mit den unterschiedlichen Verkehrsangeboten? Das Infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH) hat im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums knapp eine Million zurückgelegte Wege erfasst, analysiert und ausgewertet. Davon lagen knapp 320.000 Wege von mehr als 100.000 Menschen in Bayern. Dadurch ist ein gewaltiger Datenschatz entstanden, der eine wertvolle Grundlage für verkehrspolitische und verkehrsplanerische Überlegungen in Bayern darstellt.

Der Freistaat Bayern hat sich mit 20.000 zusätzlich beauftragten Haushaltsbefragungen an der Studie beteiligt und war damit einer der größten regionalen Auftraggeber. Von anderen regionalen Auftraggebern aus Bayern (Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Landkreise und Städte) wurden nochmals insgesamt rd. 20.000 zusätzliche Haushaltsbefragungen beauftragt, so dass in Bayern insgesamt weit mehr als die vom BMVI vorgesehene Basisstichprobe durchgeführt werden konnte. Durch diese enorme Aufstockung in Bayern können – im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland – die Ergebnisse der MiD 2017 für Bayern regional sehr weit heruntergebrochen werden. Es sind Aussagen bis auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise möglich. Damit kann die Studie auch den Städten, Landkreisen und Gemeinden wertvolle Erkenntnisse für ihre Verkehrs- und Stadtplanung liefern.

Der Kurzreport für Bayern zur bundesweiten Studie liegt nun vor. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hat die Ergebnisse daraus im Rahmen einer Presskonferenz am 27. Juni 2019 vorgestellt. Bis September 2019 wird auch das Gesamtwerk – der Regionalbericht Bayern – vorliegen. Hierin werden nochmals einzelne Themen aus dem Kurzbericht, aber auch weitere Aspekte vertieft aufbereitet.