Bayerisches Wohnungsbauprogramm, Altengerechtes Wohnen in Gilching
© Schinharl Höss Amberg Architekten, München

Wohnen in Bayern

Mit Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 21. März 2018 wurden die Bereiche „Wohnen, Bau und Verkehr“ der bisherigen Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr dem neu gegründeten Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zugeordnet. In den Informationen finden Sie je nach Kontext noch beide Bezeichnungen.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Wohnraumversorgung seiner Bürger auf vielfältige Weise. Mit den Programmen der Wohnraumförderung fördert er beispielsweise den Bau oder die Modernisierung von Mietwohnungen. Mietern dieser geförderten Wohnungen gibt er einen Zuschuss zur Miete. Damit sich auch weniger wohlhabende Familien Wohneigentum leisten können, fördert der Freistaat den Bau oder Kauf von selbstgenutzten Wohnungen und Häusern. Darüber hinaus wird der Bau von Studentenwohnheimen oder von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung unterstützt.

Der Freistaat Bayern schafft die rechtlichen Grundlagen für Belegung und Nutzung der Wohnungen und zur Verhinderung einer Zweckentfremdung von Wohnraum.

Wohngeld entlastet Mieter und Eigentümer bei den Wohnkosten. Vor allem Rentnern oder Familien mit geringem Einkommen leistet der Staat einen finanziellen Zuschuss zu ihren Mietkosten oder zu den Belastungen für das eigene Heim. Die Höhe des Wohngeldes hängt ab von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, die berücksichtigt werden können, von der Höhe des Einkommens und von der Höhe der Miete bzw. Belastung. Durch die letzte Wohngeldreform wurden die Wohngeldleistungen zum 1. Januar 2020 verbessert sowie eine neue Mietenstufe VII für besonders angespannte Wohnungsmärkte und eine Dynamisierung ab 2022 eingeführt. Damit wird das Wohngeld alle zwei Jahre an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst. Aktuell bekommt beispielsweise ein Ehepaar mit zwei Kindern in Rosenheim bei einem monatlichen Bruttoarbeitseinkommen von insgesamt 2.420 Euro und einer Bruttokaltmiete von 800 Euro auf Antrag ein monatliches Wohngeld von 260 Euro (vor der Wohngeldreform: 194 Euro). Im Haushaltsplan des Freistaates Bayern 2020 sind Ausgaben für Wohngeld in Höhe von 120 Millionen Euro veranschlagt.

Mit dem Experimentellen Wohnungsbau erprobt der Freistaat zusammen mit Wohnungsunternehmen neue Wege beim kostengünstigen und nachhaltigen Wohnungsbau. Aktueller Schwerpunkt sind Wohnungsbaumaßnahmen zur Bewältigung des demographischen Wandels und der energetischen Herausforderung.

Energieeffizientes Bauen schont die Umwelt und zahlt sich auch in finanzieller Hinsicht aus. Rund 40 Prozent der eingesetzten Endenergie in Bayern werden für den Gebäudebereich aufgewendet. In der energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes liegt somit ein enormes Einsparungspotenzial. Energieeffiziente Neubauten gewährleisten einen ressourcenschonenden und sparsamen Betrieb.

Die Anforderungen an Wohnungen und die bautechnischen Grundlagen entwickeln sich permanent weiter. Bauherren und Planern gibt der Freistaat aktuelle Hinweise zur Planung an die Hand, als Grundlage für zeitgemäße und gut nutzbare Wohnungen. Barrierefreiheit, Energieeinsparung, Modernisierung und Wohnraum für Studierende und für Menschen mit Behinderung sind dabei die Schwerpunktthemen.

Daten und Fakten Daten und Fakten zum Wohnen in Bayern stellt die Entwicklung und die derzeitige Situation des Wohnungsbaus und der Wohnraumförderung im Freistaat dar. Die steigenden Preise für Bauland führen bei anhaltendem Nachfragedruck unter anderem auch dazu, dass zwischenzeitlich verstärkt Wohnraum in baulandsparenden Mehrfamilienhäusern geschaffen wird. Die Zahl der Baufertigstellungen erreichten im Jahr 2020, mit fast 31.000 fertiggestellten Wohnungen dieser Bauart, den höchsten Stand in den letzten zwei Jahrzehnten.

Ausstellungen und Veranstaltungen

Aktuell

  • Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Wohngebäude. Der Mann hält in der Hand Blatt mit Wohnungsanzeigen und deutet auf das Gebäude, das unscharf zu sehen ist.  © Canva
    © Canva
    07.09.2022

    Neue Werkzeuge für mehr Wohnraum

    Starke Werkzeuge für mehr Wohnraum: Städte und Gemeinden, in denen der Wohnungsmarkt angespannt ist, bekommen bald neue Möglichkeiten in die Hand, mit denen sie mehr Wohnraum schaffen können.

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  • Im Hintergrund ist verschwommen eine Türklingelanlage zu sehen, auf der eine Hand eine Klingel drückt. Im Vordergrund ist ein Handybildschirm, der von einer Hand gehalten wird, zu sehen. Auf dem Bildschirm ist das Titelbild des Flyers "Zweckentfremdung vermeiden". © Foto: shutterstock.com / Bildagentur Zoonar GmbH
    © Foto: shutterstock.com / Bildagentur Zoonar GmbH
    22.08.2022

    Zweckentfremdung von Wohnraum vermeiden

    Oftmals steht dringend benötigter Wohnraum nicht zur Verfügung, weil er für andere Zwecke genutzt wird. Mit der Arbeitshilfe "Zweckentfremdung vermeiden" unterstützen wir Städte und Gemeinden beim Erlass einer Zweckentfremdungssatzung.

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