Prinzregententheater München
© Marcus Buck, München

Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“

Bereits im Jahr 2008 hat die Bayerische Staatsregierung das Sonderprogramm zur energetischen Sanierung staatlicher Gebäude, damals ein zentraler Baustein des Klimaprogramms Bayern 2020, eingerichtet. Im Rahmen der Bayerischen Klimaschutzoffensive wird dieses erfolgreiche Programm fortgeführt. Bis heute wurden vom Freistaat Bayern insgesamt 325,5 Millionen Euro für die Verbesserung der Energieeffizienz des staatlichen Gebäudebestands bereitgestellt. Mit vorgenannten Haushaltsmitteln konnten bisher energetische Optimierungsmaßnahmen an über 1.100 staatlichen Gebäuden mit dem Ziel der CO2-Einsparung durchgeführt werden.

Die Europäische Union unterstützt dieses Sonderprogramm seit 2014 bis 2020 durch die Kofinanzierung verschiedener Maßnahmen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Dadurch können zusätzlich Mittel zur CO2-Reduzierung und der damit einhergehenden Energieeinsparung eingesetzt werden.

Einzelne Maßnahmen

Die Maßnahmen erstrecken sich von Verbesserungen der Gebäudehülle bis hin zu Sanierungen der Gebäudetechnik. Nachstehend aufgeführte Beispiele bei sehr unterschiedlichen Gebäudetypen sollen die Vielzahl der durchgeführten Sanierungen verdeutlichen.

Im Bereich der Hochschulen wurde unter anderem das Hörsaal- und Fakultätsgebäude der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut ausgewählt. Das 1970 errichtete Gebäude erhielt neue Fenster sowie eine zusätzliche Wärmedämmung an der Fassade und am Dach. Außerdem wurden die Lüftungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, die Gebäudeleittechnik erneuert und hocheffiziente Umwälzpumpen sowie neue Heizkörperventile eingebaut. Für diese Maßnahmen wurden 1.469.000 Euro aus dem Sonderprogramm bereitgestellt.

Ebenfalls energetisch optimiert wurde das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude des Finanzamts Kaufbeuren Außenstelle Füssen. Mit rund 238.000 Euro aus dem Programm wurden Teilbereiche der Gebäudehülle mit einer Wärmedämmung versehen sowie neue Fenster eingebaut. Außerdem wurde die alte Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt.

Energetische Sanierungserfolge konnten auch am Gebäude der Polizeidienststelle Kiefersfelden sowie bei der Autobahnpolizei Holzkirchen erzielt werden. Beide Gebäude erhielten einen Vollwärmeschutz, Dämmarbeiten am Dach wurden durchgeführt und eine solarthermische Anlage zur Unterstützung der Heizung wurde installiert. Darüber hinaus wurde im Gebäude der Polizeiinspektion Kiefersfelden ein neuer Heizkessel mit verbesserter Brennwerttechnik eingebaut.

Hervorragende Ergebnisse

Mit den bisher umgesetzten Maßnahmen kann voraussichtlich eine CO2-Einsparung von über 55.000 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Auf die Lebensdauer der Bauteile bezogen ergibt sich eine prognostizierte CO2-Vermeidung von rund 1,5 Millionen Tonnen absolut. Darüber hinaus können die jährlichen Betriebskosten in Form von Energieeinsparungen um rund 16 Millionen Euro gemindert werden.

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