Feierliche Preisverleihung: Landeswettbewerb für den Wohnungsbau in Bayern

München, 29. Januar 2020 (stmb). Bayerns Bauminister Dr. Hans Reichhart hat heute als Schirmherr des „Landeswettbewerbs für den Wohnungsbau in Bayern - Bayerischer Wohnungsbaupreis“ insgesamt zwölf Wohngebäude in ganz Bayern gewürdigt.

Gruppenbild mit den Preisträgern
© Steffen Leiprecht

Besonders lobte Reichhart das Flächensparen beim Bauen. Reichhart: „Verbliebene Restflächen im Innenbereich mit qualitativ hochwertigem Wohnraum auffüllen und dabei behutsam mit dem Bestand und den Freiflächen umgehen, das ist mir besonders wichtig.“ Die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer Christine Degenhart ergänzte: „Beim Wohnungsbau gilt es, bewusst in Qualität zu investieren, Vorhandenes zu nutzen und Flächen behutsam zu verdichten. Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner stehen dabei als Treuhänder an der Seite ihrer Bauherren. Wir gratulieren allen Preisträgern zu ihrem vorbildlichen Beitrag für die Baukultur in Bayern.“ Hans Maier, Verbandsdirektor des VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V.) sagte dazu: „Angesichts der hohen Grundstückspreise sind Nachverdichtungsmaßnahmen für viele Wohnungsunternehmen der einzige Weg, städtebaulich aktiv zu werden. Doch die „Lückenfüller“ sind in der Nachbarschaft oft nicht willkommen. Die Wohnungswirtschaft spricht inzwischen vom ergänzenden Bauen, um das Unwort Nachverdichtung zu vermeiden. Deshalb danken wir der Bayerischen Staatsregierung für den Themenschwerpunkt des Landeswettbewerbs 2019. Der Wohnungsbau im Bestand ist ein zentraler und wertvoller Baustein für das Leben in unseren Städten.“

Gelungene Architektur, die Flächen spart

Prämiert wurden Neubauten, die sich gut in den Bestand einfügen, Umnutzungen oder Erweiterungen und Aufstockungen.  Alle Projekte sind in den Jahren 2014 bis 2019 errichtet worden. Eine siebenköpfige Jury unter Leitung des Münchner Architekten Amandus Samsøe Sattler hat aus den insgesamt 56 eingereichten Projekten zwölf prämiert. „Baukultur fängt im Kleinen an. Gute Qualität gibt es auch zu erschwinglichen Preisen. Die Projekte zeigen vorbildhaft, dass Architektur, die unsere Umgebung so stark prägt, auch zu bezahlbaren Preisen möglich ist“, sagte Reichhart heute anlässlich der feierlichen Preisverleihung.

Die Wahl der Jury einigte sich bei der Auszeichnung auf die Projekte Mehrfamilienhaus Zieblandstr. 28 in München (Heim Kuntscher Architekten und Stadtplaner BDA, München), Pilotprojekt „Azubiwohnen“ am Innsbrucker Ring in München (03 Architekten, München mit ver.de Landschaftsarchitektur, Freising), Barrierefreies Wohnen und Bauhütte am Marktplatz von Perlesreut (Andreas Schmöller und Arbeitsgruppe Planung und Bau, Grafenau), Projekt „alle unter einem Dach“ (Arc Architekten, Bad Birnbach mit Valentien+Valentien Landschaftsarchitekten, München), Neubau Quartier Johannis in Nürnberg (Blauwerk Architekten, München mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Freising), Seniorengerechtes Wohnen in einer ehemaligen Scheune in Kemnath, (Karlheinz Beer Büro für Architektur und Stadtplanung, Weiden) und Wohnsiedlung München-Sendling, Energetische Sanierung und Erweiterung (Maier.Neuberger.Architekten mit realgrün Landschaftsarchitekten, München).

Bauminister verleiht sieben Preise und fünf Anerkennungen für vorbildhafte Projekte in ganz Bayern

Fünf Anerkennungen gehen an die Projekte Studierendenwohnheime Internationales Haus und Adelheidstraße 15 in München (Geier Maass Architekten mit Stefan Bernard Landschaftsarchitekten und Phillip Sattler, Berlin), Neubau von zwei Wohnhäusern in Forstenried auf Garagenhöfen  (Breining Buchmaier Architekten mit CL Map und Heide-Marie Eitner Landschaftsarchitektur, München), Nachverdichtung an der Bray- und Versailler Strasse in München (Palais Mai Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern, München mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Freising), Die Neue Gerberau (Goetz Castorph Architekten und Stadtplaner mit realgrün Landschaftsarchitekten, München)  und Revitalisierung in Kraiburg (Josef Anglhuber, Kraiburg).