Bauministerin Ilse Aigner händigt Bundesverdienstkreuz am Bande aus an Claus Hieke, Christine Krug und Adolf Schwentner

München, 18. September 2018 (stmb). Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland werden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich besondere Verdienste um unser Land erworben haben.

Bauministerin Ilse Aigner mit den Preisträgern Claus Wolfgang Hieke und Adolf Schwentner
© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Drei solch verdienten Persönlichkeiten händigt Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner das Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Geehrt wurden Claus Hieke aus Traunstein, Christine Krug aus Bad Endorf und Adolf Schwentner aus Reit im Winkl.

Claus Wolfgang Hieke

Claus Wolfgang Hieke (69) aus Traunstein war von 1986 bis 2009 als hauptamtlicher Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes tätig. Dabei war er unter anderem Leiter des Landesnachforschungsdienstes sowie Leiter der Auslandsprojekte in Europa, Asien, Afrika und Südamerika, letzteres in Abstimmung mit dem für die internationale humanitäre Hilfe zuständigen Deutschen Roten Kreuz. Er hat in zahlreichen Staaten der Welt, beispielsweise in Benin, Togo, Namibia, Äthiopien, Niger und Irak, Dienste aus so unterschiedlichen Bereichen wie Gesundheitsvor- und -nachsorge, Katastrophenschutz, Blutspendewesen, Wasserrettung und Orthopädie aufgebaut. Dabei organisierte er die Projekte nicht nur, sondern versuchte im Rahmen der Möglichkeiten auch für eine nachhaltige finanzielle Absicherung zu sorgen. Claus Hieke war ein wahrer Diplomat im Dienste des Rotkreuz-Gedankens.

Seit 1968 ist er auch ehrenamtliches Mitglied der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz und hat sich dort in zahlreichen Wahl- und Ernennungsämtern engagiert. Auf Landesebene ist er u. a. seit fünf Jahren Vorsitzender des Ehrungsausschusses, auf Bezirksebene ebenso lang stellvertretender Vorsitzender des Wasserwachtbezirks Oberbayern; bei der Kreiswasserwacht Traunstein ist er seit 2013 im Vorstand. 2014 initiierte er die Wiedergründung der Ortsgruppe Traunstein. Seitdem ist Claus Hieke Mentor dieser Gruppe, sorgt sich um den Ausbau und kümmert sich um die Schulung der Führungskräfte und Ausbilder. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Bereich Gewässer- und Naturschutz in Form einer eigenen Spezialistengruppe flächendeckend aktiv ist.

Christine Krug

Christine Krug (65) aus Bad Endorf pflegt und betreut seit rund 36 Jahren ihren von Geburt an hilfsbedürftigen Sohn aufopferungsvoll und mit außerordentlichem Engagement. Es ist wohl einer der größten Liebesbeweise, es einem kranken Kind zu ermöglichen, in der eigenen Familie bleiben und leben zu können, so wie Christine Krug es tut – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Der Entschluss, ihren Sohn daheim zu pflegen, stand für sie von Anfang an unumstößlich fest. Sie hilft und versorgt ihren Sohn bis zum heutigen Tag uneingeschränkt und unter Rückstellung ihrer eigenen Interessen und Bedürfnisse. Ihr gelingt es gleichwohl, die positiven Momente zu sehen und zu schätzen. Durch die aufopferungsvolle Pflege erfuhr Christine Krugs Sohn immer die notwendige Hilfe und Zuwendung in der gewohnten häuslichen Umgebung. Ihre lebensbejahende und ausdauernde Einstellung ist lobenswert und vorbildhaft.

Adolf Schwentner

Adolf Schwentner (78) aus Reit im Winkl zeichnet sich in ganz besonderem Maße durch seine außergewöhnliche Pflegeleistung für seinen Sohn aus, für den er seit seiner Geburt im Jahr 1961 rund um die Uhr da ist. Das Meistern des Alltags mit einem hilfsbedürftigen Menschen ist ein enormer körperlicher und psychischer Kraftakt: Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe, hier nicht aufzugeben, sondern das Leben gemeinsam zu meistern. Adolf Schwentner hat seinem Sohn, soweit es ging, die Teilnahme an einem „normalen“ Familienleben ermöglicht und dabei sicherlich auch viele schöne Momente erlebt – etwa an Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Die unerschöpfliche Energie und das aufopferungsvolle Engagement, das er seit Jahrzehnten erbringt, sind ein großartiges Beispiel für tätige Fürsorge und für die bedingungslose Bejahung der Familie.