Umweltschutz im Straßenbau - Neuer Standort für 15 Robinien

München, 22. August 2019 (stmb). Straßenbau und Umweltschutz gehen bei der Bayerischen Staatsbauverwaltung regelmäßig Hand in Hand. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden halten die Staatlichen Bauämter die Eingriffe in die Natur so klein wie möglich.

Die verpflanzten Robinien am neuen Standort an der Kreisstraße LAs 14
© Staatliches Bauamt Landshut

Außerdem werden bei allen Neubaumaßnahmen Ausgleichsflächen angelegt, die Pflanzen und Tieren als Lebensraum dienen können. Wie erfolgreich diese Maßnahmen sind, zeigt nun ein Beispiel aus Landshut: 15 Robinien aus der Wittstraße konnten erfolgreich umgepflanzt werden. Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart freut sich über die gelungene Aktion des Staatlichen Bauamts und kündigt an: „Die Robinien am alten Standort werden noch im Herbst durch neue Bäume ersetzt.“

Von Anfang Juni bis Anfang August hat das Staatliche Bauamt Landshut die etwa 450 Meter lange Strecke zwischen dem Josef-Deimer-Tunnel und dem Kupfereck in sechs Bauphasen saniert und verkehrssicher ausgebaut. Seitdem kommt die Wittstraße so manchem Autofahrer eigenartig kahl vor.

Reichhart: „Umwelt- und Artenschutz wird bei uns groß geschrieben“

Denn von der Erneuerung betroffen waren auch 15 Robinien auf der Mittelinsel der Straße. Die gute Nachricht dabei ist: Die 15 Robinien wurden nicht gefällt, sondern verpflanzt und haben an der Kreisstraße LAs 14 zwischen Messegelände und Hochschule Landshut einen neuen Standort gefunden.

Verkehrsminister Reichhart zeigt sich zufrieden über den Erfolg der Verpflanzung: „Alle 15 Bäume haben neue Blätter gebildet und scheinen sich an ihrem neuen Standort wohl zu fühlen.“ Er betont, dass Umwelt- und Artenschutz bei Bayerns Staatsbauverwaltung generell groß geschrieben wird: „Bäume spenden Schatten, reinigen die Luft und prägen unsere Ortsbilder und Straßenzüge. Deshalb achten wir bei all unseren Bauprojekten genau darauf, so wenig Bäume wie möglich zu fällen und umgehend nachzupflanzen.“

Auch große Kopfweide fand bei Landau neue Heimat

Wenn ein Baum beispielsweise aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden muss, prüfen die Straßenbauer, ob eine Verpflanzung in Betracht kommt. Auch eine Kopfweide bei Landau hat auf diese Weise eine neue Heimat gefunden. Der große Baum mit einem Durchmesser von circa drei Metern wurde nach dem Umbau der Kreuzung der Bundesstraße 20 mit der Kreisstraße DGF 3 im Jahr 2016 an den einen Kilometer entfernten Längenmühlbach verpflanzt. Zuvor wurden 30 Äste fachgerecht zurückgeschnitten, wie es bei Kopfweiden üblich ist. Anschließend konnte der Wurzelballen mit Baggern frei geschaufelt und mit einem Gabelstapler an den neuen Standort transportiert werden. Dort ist die Kopfweide mittlerweile angewachsen und dient zahlreichen Tieren als Lebensraum.